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Ujayyi Atmung mit Video-Anleitung

07fa303f603c098a00a3db3d35689229--darth-vader-dark-side.jpgHattest du schon einmal dieses Erlebnis, dass du in einem Yogakurs warst und alle so krass laut atmen? Dieses laute Atmen ist die sogenannte “Ujayyi-Atmung”, die beim Ashtanga-Yoga, Forrest Yoga und einigen anderen Yogastilen zum Standard gehört.

Das Wort “Ujayyi” kommt aus dem Sanskrit und heißt so viel wie “siegreich”… siegreich über den Alltag, in dem wir oft die Flach- und Schnappatmung praktizieren 😉 Bei der Ujayyi-Atmung wird dein parasymphatisches Nervensystem stimuliert. Dein Gehirn schaltet um in eine andere Frequenz, von Alpha nach Beta. Vom Stress- in den Ruhemodus. Dieses Nervensystem glaubt zwar, es sei autonom, aber der schlaue Yogi weiß, wie er es manipuliert.

Um das zu üben, brauchst du zum Glück keinen Doktortitel (auch wenn der nicht schaden kann). Im folgenden Video kannst du es mit mir üben, indem du dir vorstellst, du hauchst einen beschlagenen Spiegel an.

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Was ist denn bitte Forrest Yoga?

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Photo by veeterzy on Pexels.com

Vorab: Nein, man macht es nicht im Wald, da wäre es in der Regel zu zugig… Regenwald ginge vielleicht 😉 Die Baum-Pose gibt es im Forrest Yoga, kommt aber nicht allzu oft vor. Naturverbundenheit ist ein großer Aspekt der spirituellen Forrest Yoga Praxis, aber in einem normalen Kurs wirst du davon weniger erleben.

Forrest Yoga ist eine intensive, kraftvolle Yoga-Art, die von Ana T. Forrest in den letzten 40 Jahren in Anlehnung an verschiedene Yogastile entwickelt wurde. Erfahrenere Yogis werden vieles Widererkennen, besonders aus den Stilen Iyengar, Sivananda und Ashtanga Yoga.

Forrest Yoga basiert auf klassischem Hatha Yoga, ist aber speziell an den heutigen westlichen Lebensstil angepasst. Forrest Yoga kann heilend wirken, auf jeden Fall spendet es viel Kraft: Der Fokus liegt auf dem längeren Halten von Posen und dem Lösen von körperlichen sowie inneren Blockaden.

Ganz besonders einzigartig sind die Grundbewegungen im Forrest Yoga: Aktive Füße und Hände, ein entspannter Nacken (kein „schau nach oben“, ganz im Gegenteil), Bauchübungen, welche die Körpermitte kräftigen, der „Shoulder Wrap“, mit dem die Schulter- und Oberkörpermuskulatur stabilisiert wird.

Ana Forrest hat ein bewegtes Leben geführt, von Misshandlung im Kindesalter über Essstörungen, Sucht und vieles mehr – daher wird trotz des scheinbar körperlichen Fokus viel Wert auf die Verbindung zwischen Körper und Geist und emotionale Weiterentwicklung gelegt.

Forrest Yoga hilft, Körper, Geist und Seele in Einklang zu machen, und zwar ganz praktisch spürbar!

Vier Grundpfeiler

Forrest Yoga basiert auf den vier Grundprinzipien Atem, Kraft, Authentizität und Spirit – was genau damit gemeint ist, habe ich in einem kleinen Video zusammengefasst.

Eine typische Forrest Yoga Klasse

Was erwartet dich also in einer Forrest Klasse? Die meisten offenen Stunden sind 75 oder 90 Minuten lang. Idealerweise wird in einem auf ca. 26 – 28 Grad beheizten Raum geübt, das ist aber nicht immer der Fall. Wir nutzen viele Hilfsmittel und sehen sie als viel mehr als eine „Krücke“ für Anfänger. Daher gilt, auch wenn du schon viele Jahre Yogaerfahrung hast: Nimm dir die Hilfsmittel, die der Lehrer zu Beginn der Stunde ankündigt!

Die Klasse beginnt mit einem kleinen inneren Check-In, bei dem der Lehrer auch den Intent, das Thema der Stunde vorstellt. Darauf folgen Atemübungen, die dir helfen, mehr in dich hinein zu spüren. Nach ein paar Aufwärmposen folgen die einzigartigen Forrest Yoga Bauchübungen, die dein Core und den Rücken stärken, aber auch vor allem deine emotionale Durchhaltekraft 😉

Weiter geht es mit einer bunten Mischung aktiver Posen. Dazu können klassische Sonnengrüße gehören, aber auch Umkehrhaltungen, verschiedene Varianten der Brücke und stehende Posen.

Manchmal erinnert die Abfolge an einen Vinyasa-Kurs, bei dem zwischen 2-3 stehenden Posen ein halber Sonnengruß eingeschoben wird, mal gibt es eine intensive „stehende Serie“, bei der 7-15 Posen auf einer Seite eingenommen wird und dann erst zur anderen Seite gewechselt wird (keine Sorge, in einem gemischten Kurs sind es eher unter 10 Posen hintereinander). Die Posen werden zunehmend intensiver, bis zum „Apex“, dem Höhepunkt der Klasse. Je nach Level der Klasse kann das ganz unterschiedlich sein. Darauf folgen ein paar Posen zum Herunterfahren und natürlich das Savasana.

Wenn du jetzt Forrest Yoga googelst und irre Vorführungen mit vielen Umkehrhaltungen, Armbalancen und Handständen findest: Das wird dir in einer offenen Yogastunde nicht begegnen, vielleicht aber in einem Forrest-Workshop oder einer längeren Klasse (auch bekannt als „Intensives“).

Generell sind alle Klassen so konzipiert, dass Anfänger, Fortgeschrittene, Junge, Alte, Gesunde, Verletzte und auch Schwangere an jeder Forrest Yoga Stunde teilnehmen und individuell gefordert und gefördert werden.

Apropos individuell: Ganz besonders sind im Forrest Yoga die vielen Hilfestellungen („Hands-on assists“) durch den Lehrer. Sie sind meist weniger eine Korrektur als eine Einladung, mehr in dich hinein zu spüren.20190217-_GKU7358.jpg

Manchmal möchte man lieber nicht berührt werden – ich gehöre selbst zu denen, die das sehr kritisch sehen! Viele Yogalehrer wollen einen irgendwie „zurechtbiegen“, das ist unangenehm und fühlt sich zu invasiv an. Forrest Yoga Lehrer üben diesen Kontakt aber ganz intensiv ab dem ersten Tag ihrer Lehrerausbildung und bilden sich auch ständig in diese Richtung fort. Lass dich gern darauf ein!

Für wen ist Forrest Yoga?

Forrest Yoga ist perfekt, wenn du einen anspruchsvollen Job hast – egal, ob im sitzen oder durch körperliche Arbeit und ständige Bewegung. Du kannst ausgeglichener werden, innere Ruhe finden und gleichzeitig deinen Körper stärken.

Besonders, wenn du mit Verletzungen oder chronischen Erkrankungen kämpfst, kannst du mit Forrest Yoga aktiv zur Selbstheilung beitragen.

Um Forrest Yoga zu praktizieren, musst du weder erfahren, noch fit oder flexibel sein, aber durchaus neugierig und gewillt, deine ausgetretenen Pfade zu verlassen.

Du möchtest regelmäßig mehr über Yoga lernen und über meine kommenden Workshops und Events (auch immer wieder mal einen Anfänger-Workshop) informiert werden? Abonniere den Newsletter und erhalte Zugang zu einer monatlichen kostenlosen Forrest Yoga Klasse per Livestream.

 

Das erste Mal Yoga: Das solltest du wissen

20190217-_GKU7329Du hast also beschlossen, dass du Yoga ausprobieren willst. Herzlich Willkommen!

Doch dann schaust du auf die Webseiten von Yogastudios und verstehst nur Bahnhof. Bikram, Kundalini, Hatha, Power, Forrest, Vinyasa, Yin… wer soll denn da bitte durchblicken? Wer noch nie Yoga gemacht hat, dem kann diese Welt ein bisschen unheimlich und vielleicht sogar ein bisschen kultmäßig vorkommen. Auf Bildern in den Medien sieht es so aus, als wüsste jeder zu 100 %, was er tut. Nachfolgend ein paar Tipps und antworten auf häufige Fragen, die ich von Yoga-Neulingen oft höre.

Wo soll ich Yoga üben?

Fitnessstudio: Na klar, es liegt auf der Hand, vielleicht hast du ja auch schon eine Mitgliedschaft in einem Studio, die du mehr ausreizen möchtest. Der Vorteil ist, dass die Teilnahme relativ günstig ist und Kurse in Fitnessstudios auch häufiger spezielle auf Anfänger zugeschnitten sind. Und natürlich kannst du vorher und nachher alle anderen Anlagen nutzen, vielleicht sogar die Sauna und den Pool. Viele Fitnessstudios bieten sogar Kinderbetreuung an.

Doch gerade im Fitnessstudio lohnt es sich, mehr über die Lehrer und den Yogastil zu erfahren. Am besten sprichst du mit der Rezeption oder einem der Trainer im Studio, welche die Trainer und Kurse kennen. Sie können dir am besten sagen, welcher Kurs für dich geeignet ist.

Der Nachteil hier: Kurse sind oft relativ groß (über 20 Leute sind keine Seltenheit), sodass auf deine individuellen Bedürfnisse weniger eingegangen werden kann. Die Räumlichkeiten sind meist eher zweckmäßig eingerichtet und man hört auch schon mal die Musik aus anderen Kursen oder dem Gerätebereich.

Yogastudio: In einem Yogastudio ist generell alles etwas ruhiger und friedlicher. Hier liegen keine Hanteln rum und niemand ist vorher mit Straßenschuhen über den Boden gelaufen, dem du beim Yoga ja sehr nahe kommst. Je nach Studio hast du hier eher die Möglichkeit, die spirituellen Aspekte des Yogas kennen zu lernen – das ist aber ganz abhängig vom Yogastil. Kurse in einem Studio kosten etwas mehr, aber die Kurse sind meist wesentlich kleiner und die Lehrer nehmen sich vor, während und nach der Stunde Zeit für jeden Teilnehmer.

Zuhause: Klar, du kannst auch zwischen zahlreichen Videos, Podcasts und mehr wählen und jederzeit, wann es dir passt, zuhause zu praktizieren. Wenn du beruflich viel reist oder im Schichtdienst arbeitest, ist es manchmal schwer, es zu öffentlichen Stunden zu schaffen. Oder du möchtest dich erst einmal herantasten und hast Angst, dich in einem Kurs zu blamieren…

Als Yogalehrerin möchte ich dir sagen: Du brauchst wirklich keine Angst haben! Die allermeisten Yogakurse sind vollkommen gemischt und ständig kommen Anfänger jeder Alterskategorie, mit unterschiedlichen Körpern und Fitnessleveln dazu.

Auch wenn du langfristig eher zu Hause praktizieren möchtest, empfehle ich jedem, zumindest für einige Wochen einen Einsteigerkurs zu besuchen, um sich die Grundlagen anzueignen. Wir sehen uns nicht selbst bei der Praxis. Selbst mit vielen Jahren Yogaerfahrung geht es mir so, dass mich andere Lehrer auf falsche Haltungsmuster hinweisen, und dafür bin ich sehr dankbar! Auch wenn du glaubst, Yoga ist eher sanft – wenn du dir eine falsche Technik aneignest, kannst du dir auf Dauer mehr wehtun, als es guttut.

Ich gebe einmal im Monat eine kostenlose Forrest Yoga Klasse per Facebook Livestream. Wenn du dabei sein möchtest, abonniere den Newsletter, um informiert zu werden.

Was soll ich anziehen? Was muss ich mitbringen?

Trage etwas, worin du dich frei bewegen kannst und worin du dich wohlfühlst. Das muss auf keinen Fall eine enge Yogaleggings sein! Die Kleidung sollte aber auch nicht so weit sein, dass sie schnell hochrutscht, wenn du dich bewegst.

Wenn du aber einen Kurs besuchen möchtest, bei dem der Raum beheizt ist, rate ich eher von Baumwolle ab, da dieser Stoff sehr schnell in einen nassen Lappen verwandelt, wenn du schwitzt.

Von Schwitzen gesprochen: Ein Handtuch ist immer lohnend, besonders, wenn du erstmal eine Yogamatte im Studio leihen möchtest. Ein großes Badehandtuch ist einfach angenehmer, da die Matten nicht überall nach jedem Kurs gereinigt werden (das gilt ganz besonders für Fitnessstudio).

Wenn du dir selbst eine Matte besorgen willst: Yogamatten sind relativ dünn, 0,2 bis 0,5 cm. Es gibt dickere Fitnessmatten aus Schaustoff, die allerdings eher für Pilates gemacht sind. Sie scheinen wunderbar zu polstern, aber leider sind sie nicht sehr rutschfest und eher nicht geeignet, um darauf zu stehen.

Eine wiederverwendbare Wasserflasche ist meist auch nützlich. Trinke gern etwas während der Stunde! Glasflaschen sind eher nicht geeignet, da schnell etwas zerbrechen kann. Nackte Füße + Boden + Scherben sind kein Erfolgsrezept.

Es gibt eine Menge „Yogaspielzeuge“ und Zubehör, das aber in Studios und auch Fitnessstudios zur Verfügung steht. Teste gern erst einmal, was sich für dich lohnt, bevor du viele Anschaffungen machst. Man muss wirklich nicht viel Geld investieren, um mit einer Yogapraxis zu beginnen.

Ist Yoga nicht religiös/spirituell? Muss man vegetarisch leben? Bin ich zu alt oder unfit, um Yoga zu machen?

Nein, nein und nein 😉

Yoga ist keine Religion. Einige Aspekte in einigen Yogastilen sind eng mit indischen Traditionen verbunden, aber der Großteil der heute angebotenen Yogaklassen ist es nicht. Dir zwingt niemand die spirituellen Aspekte auf, sie sind nur einer von vielen Teilen der Yogawelt.

Im Fitnessstudio liegt der Fokus häufig eher auf den körperlichen, „Fitness“-Aspekten von Yoga, während man in Studios therapeutischer und auch spiritueller arbeitet. Das ist eine große Verallgemeinerung: Ich unterrichte in meinen Fitnessstudio-Klassen das gleiche wie im Yogastudio. Bei beidem gibt es kein „Om“ und es wird auch nichts anderes gesungen. Atemübungen mache ich aber überall und auch meine Studioklassen haben einen körperlichen Fokus.

Du musst weder Vegetarier sein noch Nichtraucher noch keinen Alkohol trinken (naja, besser nicht direkt vor dem Yogakurs 😉). Viele Yogis befolgen ein philosophisches Prinzip, nachdem man keinem anderen Lebewesen schaden zufügen soll; aber ich habe auch schon mit anderen Yogalehrern Burgers und Pizzen gegessen!

Du bist niemals zu alt oder unfit, um mit Yoga anzufangen. Es gibt einen Stil und einen richtigen Kurs für jeden. Ich unterrichte Forrest Yoga, dort haben wir das Motto „Forrest Yoga ist for everybody who has a body“. Du musst auch nicht flexibel sein – es geht beim Yoga darum, Körper und Geist in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, nicht darum, sich das Bein hinters Ohr zu klemmen.

Yoga bietet dir Raum, dich und deinen Körper in deinem eigenen Tempo besser kennen zu lernen, ohne Erwartungen oder Urteile.

Was sind denn bloß diese ganzen verschiedenen Yoga-Arten?

Ein gaaanz kleiner Überblick:

Hatha Yoga – Das „klassische“ Yoga. Hatha Yoga bezieht sich eigentlich auf jedes körperlich ausgeübte Yoga, bezeichnet aber heute eher eine nicht fließende Yogaform, bei der man die Posen etwas länger hält.

Vinyasa Yoga – Auch als „Flow“ Yoga bezeichnet. Sehr beliebt, ganz besonders unter jüngeren Semestern (in vielen Vinyasa-Klassen bin ich mit Anfang 30 schon alt!) – Die Posen werden fließend nacheinander eingenommen, man ist ständig in Bewegung. Für Yoga-Anfänger kann es schwer sein, zu folgen. Ja nach Lehrer wird hier oft nicht sehr auf eine gute Ausrichtung geachtet, sodass es eher für Menschen geeignet ist, die rundum gesund sind und schon Yogaerfahrung mitbringen. Oft wird hier Musik gemacht, das kann richtig Laune machen!

Bikram Yoga –  Auch bekannt als „Hot Yoga“. Eine immer gleiche Abfolge von 26 Posen. Es wird bei heißen 40 Grad geübt. Gut für alle, die den Kopf einfach mal ganz frei kriegen wollen.

Iyengar Yoga – Eine Yogarichtung, die sehr auf korrekte Ausrichtung fokussiert wird. Außerdem werden viele Hilfsmittel als Unterstützung verwendet. Die Lehrer genießen eine langwierige Ausbildung und haben sehr gutes anatomisches Fachwissen.

Forrest Yoga – Nein, kein Yoga im Wald 😉 Forrest Yoga ist an Iyengar Yoga angelehnt, man arbeitet aber etwas fließender (trotzdem langsam genug, dass genug Zeit bleibt, in sich hinein zu spüren). Besonders beim Forrest Yoga sind viele Hilfestellungen durch den Lehrer und die Möglichkeit, jede Pose an verschiedene Erfahrungslevel und auch Verletzungen anzupassen. Außerdem wird darauf geachtet, Schultern und Nacken zu entspannen und den ganzen Körper einzusetzen. Dadurch ist Forrest Yoga sehr gelenkschonend.

Yin Yoga – Ein passiver Yogastil, bei dem du dich mit viel Stille vertraut machen kannst. Yin-Yogaposen werden einige Minuten im Liegen oder Sitzen gehalten, ohne die Muskeln anzuspannen. Dadurch kannst du deinem Kopf eine Pause bieten und tiefliegende Verspannungen in Faszien und Gelenken lösen.

Meinen aktuellen Kursplan mit Forrest- und Yin-Yogakursen in Hamburg findest du hier.

 Muss ich bestimmte Verhaltensregeln berücksichtigen?

Bitte ziehe die Schuhe aus, bevor du den Yogabereich betrittst, denn wir arbeiten auch mit Händen und Gesicht sehr nah am Boden. In den meisten Yoga-Arten solltest du auch die Socken ausziehen, damit du bessern Halt auf der Matte hast (frag gerne den Lehrer, was passend ist).

Schalte dein Handy aus. Wenn du es unbedingt neben dir haben musst, schalte es auf stumm, damit du niemanden störst.

Komme pünktlich. Zu Beginn jeder Yogastunde wird das Thema der Stunde vorgestellt. Die Aufwärmübungen sind ein wichtiger Bestandteil der Stunde. Wenn du früher kommst, hast du nicht nur die Chance, eventuelle Verletzungen oder Einschränkungen mit dem Lehrer zu besprechen (bitte sei nicht schüchtern, wir sind da, um dir zu helfen), sondern auch in Ruhe mental anzukommen.

Wenn du zu spät kommst, wirst in den meisten Yogastudios vor verschlossenen Türen stehen, denn nach Kursbeginn sind keine Störungen erwünscht. Wenn du trotzdem zu spät bist und noch rein kommst, sei bitte leise, nimm dir deine Matte und richte dich ein.

Fast jede Yogastunde endet mit einer Endentspannung im Liegen. Das ist der beste Teil und keineswegs „unwichtig“! Wann bittet dich schon einmal jemand darum, still zu liegen und zu atmen, sonst nichts 😉 ?

Wenn du aber doch einmal frühzeitig gehen musst, sag es dem Lehrer möglichst vorher und verlasse den Raum leise. Wenn jemand wortlos meine Stunde verlässt, habe ich in erster Linie Angst, dass sich jemand verletzt hat oder es ihm nicht gut geht.

Was bedeutet „Namaste“? Muss ich das auch sagen?

Am Ende jeder Yogapraxis verabschieden wir uns mit dem Wort „Namaste“. Dieses Wort bedeutet so viel wie „All das Gute in mir ehrt und grüßt alles Gute in dir“. Manche interpretieren es auch als „das Heilige in mir/dir“. Es geht darum, einander Respekt zu zollen und das beste im Menschen zu sehen. Du kannst den Gruß gern erwidern, aber das musst du keinesfalls!

Ich weiß, dass viele Menschen ein Problem mit diesem Wort haben und auch mit dem „Verbeugen“ vorm Lehrer, die dabei geschieht. Das ist kein Zeichen der Unterwürfigkeit. Die Vorbeugung ist in vielen Kulturen einfach eine Grußgeste, wie bei uns das Händeschütteln. Der Lehrer steht beim Yoga definitiv nicht auf einem Podest oder soll von dir verehrt werden.

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Was macht private Yogastunden besonders?

Bist du neugierig, wie Yoga dir helfen kann, aber unsicher, ob eine Gruppenstunde in einem Yogastudio für dich geeignet ist? Du praktizierst schon Yoga und möchtest an einer bestimmten Sache arbeiten? Wusstest du, dass du auch Yoga-Einzelstunden buchen kannst?  

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Ich unterrichte nicht nur Gruppen in Yoga- und Fitnessstudios, sondern spezialisiere mich auch auf das Unterrichten privater Yogastunden in Hamburg.

Forrest Yoga zeichnet sich durch die vielen Hilfestellungen und Berührungen durch den Lehrer aus, die du in einer Einzelsession ganz besonders genießen kannst. Eine Einzelstunde unterscheidet sich auf verschiedene Arten von einer Gruppenstunde: Vor jeder Stunde sprechen wir darüber, was du dir im Allgemeinen, aber auch speziell an diesem Tag von deiner Yogapraxis wünschst.

Ich liebe diese Form des Unterrichts, weil ich fest daran glaube, dass kein bestimmter Fitnessgrad, kein trendiges Studio, keine Gruppe oder erst recht keine fortgeschrittene Yogasequenz notwendig ist, um dich zu motivieren. Dazu braucht es nur EINEN Menschen, der dich unterstützt, dich inspiriert und genau dort ansetzt, wo du es am meisten brauchst, um deine Gesundheit und dein Wohlbefinden langfristig zu verbessern.

Im Folgenden habe ich ein paar Überlegungen zusammengestellt, warum private Yogastunden so besonders sind und sich von einer Gruppenklasse unterscheiden:

Eine private Yogastunde ist an DICH und deine individuellen Bedürfnisse angepasst

  • Du musst weder dem Lehrer noch dem Rest der Gruppe folgen; ich passe alles exakt an deine aktuelle Tagesform, deine Bedürfnisse, Herausforderungen und Ziele an
  • Alle Posen, Assists und Varianten sind speziell an deinen Körper angepasst
  • Du kannst erheblich schneller positive Veränderungen erleben, als es in einer Gruppenstunde möglich ist

Eine private Yogastunde kann dich zu deinem persönlichen Ziel führen

Selbst wenn du dich derzeit kaum bewegst oder an gesundheitliche Einschränkungen gebunden bist: Ich kann dir helfen, Yoga zu einem Bestandteil deines Lebens zu machen, sodass du auch allein Zuhause praktizieren kannst.

  • Wenn du andererseits professionell Sport treibst oder Sport als Hobby genießt, unterstütze ich dich gern bei der Arbeit auf ein bestimmtes Ziel hin; wir können auch spezielle Übungen einbauen, die dein Training ideal ergänzen.
  • Du praktizierst Yoga bereits in der Gruppe und hast eine spezifische Frage zu deiner Praxis oder möchtest lernen, wie du sie besser an deinen Körper anpassen kannst? Privatstunden können eine wunderbare Ergänzung zu deiner Yogapraxis sein, egal, ob du zuhause oder im Studio übst.

Ich bin 100 % für dich da

  • Ich bin an deiner Seite und begleite dich bei in jedem Moment, in jeder Pose, bei jeder Sequenz.
  • Stelle mir alle Fragen, die du immer schon fragen wolltest
  • Wir können uns die Zeit nehmen, eine Pose zu besprechen, genau anzusehen und dabei deine Verletzungen oder alles, was sich für dich seltsam anfühlt, genau zu beleuchten und Varianten zu finden
  • Wir müssen nichts tun, wozu du gar keine Lust hast!
  • Ich stehe dir auch über die privaten Yogastunden hinaus zur Verfügung: Du kannst dich im Laufe der Woche jederzeit mit Fragen, Beobachtungen und Gedanken an mich wenden.

Schluss mit Sorgen ums Parken, Straßenverkehr oder zu langen Wegen zum Yogastudio.

  • Wir können uns an einem Tag und zu einer Zeit treffen, die für dich am besten passt. Bei dir zu Hause, in deinem Büro oder wo auch immer du möchtest (natürlich sind je nach Verfügbarkeit auch Klassen im Yogastudio möglich).
  • Ich helfe dir, eine regelmäßige Yogapraxis aufzubauen.
  • Ich garantiere dir meine Zeit und unterstütze dich jede Woche.

Jede Stunde bietet dir genau das, was du brauchst.

  • In jeder Einzelstunde konzentrieren wir uns darauf, was dich an diesem Tag am besten unterstützt. Vielleicht hast du dir vorgenommen, an diesem Tag so richtig intensiv die Körpermitte zu konzentrieren, aber vor deiner Yogastunde fühlst du dich einfach müde und ausgelaugt und wünschst dir eine Stunde, um zur Ruhe zu kommen, dein Gleichgewicht zu finden und neue Energie zu tanken.

Eine private Yogastunde kann viele verschiedene Formen annehmen.

  • Es ist wichtig, die richtige Balance im Leben zu finden. Jede Stunde ist anders – körperlich und emotional – je nachdem, wie du dich an diesem Tag fühlst.
  • Die Wahl liegt ganz bei dir: Wir können uns ganz auf eine körperliche Praxis konzentrieren, die Kraft und Flexibilität aufbaut oder ich kann dir entspannende Yin Yoga Posen, einfache Atem- und Meditationstechniken näherbringen.

Wenn du Interesse an privaten Yogastunden hast, kontaktiere mich, um in einem kurzen Telefonat/per Mail all deine Fragen zu besprechen und zu sehen, ob wir zueinander passen.

Mit dem Stichwort “Solo” als Betreff biete ich dir deine erste Einzelstunde zum Sonderpreis von 50 € an (innerhalb von Hamburg, HVV-Bereich A).

Urban Sports Club & Co – Aus der Perspektive einer Yogalehrerin

„Hast du den Leuten gesagt, wir erhalten das gleiche Geld, wenn sie mit USC kommen? Das musst du aber richtigstellen.“

Uuuuuuuuuuuuuuuuuups. Faux-Pas des Jahres an einem gemütlichen gemeinsamen Abend, an dem einige Yogaschüler anwesend waren. Ehrlich gesagt: Nein, ich habe mir nicht exakt genau die Zahlungsmodalitäten von Urban Sports Club eingeprägt. Weil 90 % aller Yogalehrer nicht den Hauptteil ihres Einkommens durch Yoga erzielen. Auch ich nicht.

In einem Gespräch mit meiner Mentorin erwähnte ich, dass Yoga unterrichten und alles drumherum zwar 50 % meiner Zeit einnimmt, aber definitiv nicht einmal 30 % meines Einkommens erzielt. Die Reaktion: „Natürlich nicht. Yoga unterrichten ist nicht logisch. Aber denke daran, was dir Yoga unterrichten sonst noch gibt, das sich nicht in Geld aufwiegen lässt.“

Menschliche Verbindung. Mehr lernen über mich und andere Menschen, in jeder Yogastunde. Die Möglichkeit, jemandem einen Moment der Ruhe zu schenken. Und so unendlich viel mehr. Allein die Möglichkeit, eine Yogalehrer-Ausbildung zu machen und zu unterrichten, ist ein riesiges Privileg in dieser Welt.

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Photo by Dmytro on Pexels.com

An die Yogateilnehmer, besonders die Fortgeschrittenen, die vielleicht mal eine Lehrerausbildung machen möchten: Wenn man einrechnet, wie viel Zeit wir damit verbringen, Klassen vorzubereiten, vorher und nachher im Studio zu sein und zu unterrichten, dann noch Steuern, private Krankenversicherung (es sei denn, du hast noch einen Angestelltenjob…) – dann kommt unter dem Strich für Yoga unterrichten nicht viel mehr raus als ein Mindestlohn.

Ich werde von anderen Yogalehrern angegriffen dafür, dass ich meine Einstellung dazu ganz offen publik mache. Ich weiß, dass ihr hier lest, ganz besonders die, die in dem kuscheligen Nest der Festanstellung leben und jeden Pfennig drei Mal umdrehen.

Traditionell war Yoga ein Zeitvertreib für Aussteiger. Im Indien des 16. Jahrhunderts, als Yogis als nomadische Banden herumzogen und massenweise Orgien veranstalteten. Bevor die britische Regierung es deswegen untersagte (kein Witz, lest gern mehr zur Geschichte des Yoga…)

Daher stammt die Idee, dass man mit Yoga kein Geld verdienen sollte, weil es ein Dienst an die Menschheit ist. Genauso, wie die katholische Kirche *kein Geld verdient* (schon mal die fetten Bling-Bling-Katholikenkirchen gesehen?)… Dagegen tritt das 21. Jahrhundert an, in dem Leute heulen, sie könnten kaum überleben, haben aber gleichzeitig als Einzelperson eine 70-Quadratmeterwohnung in einer guten Lage in einer schicken europäischen Großstadt, ein Auto und fahren jeden zweiten Monat ein paar Tage nach Sylt, einmal im Jahr ein paar Wochen nach Bali. Life sucks.

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Die Realität ist diese: Wir wollen alle Geld sparen. Besonders aufgeklärte Frauen dieses Jahrtausends, die sich nicht auf Männer oder Kinder als Altersversicherung verlassen wollen. Eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft in einem schönen Studio mit Auswahl, Wellness etc. kostet eben in einer Großstadt um die 100 € pro Monat. Das ist ein ordentlicher Betrag. Und dann noch mal genauso viel Kohle in einem Yogastudio lassen?!

Ich bin selbst immer mal wieder ein paar Monate Mitglied bei Urban Sports Club (die diesen Post hier definitiv nicht sponsern), wegen der Auswahl, der Möglichkeiten, mal was ganz anderes zu probieren, ohne große Hemmschwelle.

Als Yogalehrer liegt es mir am Herzen, dass Menschen alle Aspekte abdecken: Körper, Geist, Seele. 200 € pro Monat dafür ist schon eine hohe Hausnummer. Die paar Euro, die es für mich mehr oder weniger bedeutet, ob du direkt zahlst oder mit USC, sind mir vollkommen gleich.

Wenn du jetzt sagst, 100, 200 Euro, das ist doch nicht viel für Wohlbefinden und Weiterentwicklung: Herzlichen Glückwunsch zu deinem gigantischen Privileg. Es geht nicht jedem so und selbst wenn, legt man vielleicht auch die 100 € im Monat lieber auf die Seite. Ich bin erst Anfang 30, aber durch meinen brexit-bedingten Umzug von London nach Hamburg habe ich eines gelernt: Die Welt ändert sich schneller und unerwarteter, als du denkst. Ein kleines finanzielles Polster kann nie schaden.

Als jemand, der seit über 17 Jahren Yoga praktiziert, möchte ich sogar ausdrücklich darauf hinweisen, dass Yoga NICHT die Lösung für alles ist. Ganz besonders nur ein Yogastil bei einem Yogalehrer ist nicht das Ultimative. Jeder, der dir was anderes erzählt, hat nur den eigenen Kontostand im Hinterkopf. Ich habe zwar „meine“ 2 – 3 Yogastile gefunden, aber probiere immer mal wieder was Neues, um nicht in einen ollen Trott zu verfallen.

Und wenn jemand tiefer gehen möchte: Nimm das Geld, das du durch Mitgliedschaften sparst und investiere es in Workshops und andere Events, die tiefer gehen. In jedem Fall: Wie schön, dass du dich unter den hunderten von Möglichkeiten in deiner privilegierten Welt für meine Yogastunde entscheidest.

Namaste.

Video: Forrest Yoga Grundpfeiler

Breath – Strength – Integrity – Spirit

In diesem Video stelle ich dir die vier Grundpfeiler des Forrest Yoga vor, die das Gerüst für jede Forrest-Stunde bieten; auch wenn es nicht immer vordergründig erkennbar ist.

 

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Eine Reise, die ist lustig: Yogaretreat vs. Yogareise

„Ich hätte mir mehr Zeit für mich gewünscht. Mehr Zeit, für innere Entwicklung. Zeit, die Dinge nachwirken zu lassen.“

So oder so ähnlich tönten einige Stimmen am Ende der einwöchigen Yogareise auf Korfu, die ich in der letzten Woche als Yogalehrerin begleiten durfte. Und genauso ist es mir selbst auch oft ergangen, nachdem ich an einem vermeintlichen „Retreat“ teilgenommen habe.

warrior2Bitte nicht falsch verstehen, es ist überhaupt nichts gegen Yogareisen einzuwenden, ganz im Gegenteil! Ich genieße sie sehr, als Lehrer wie als Teilnehmer. Doch immer wenn du eine Reise buchst, bei der Yoga ein Programmpunkt ist, lohnt es sich, zwischen den Zeilen zu lesen bzw. einfach die Organisatoren zu fragen:

Handelt es sich um eine Reise mit etwas Yoga als Programmpunkt, oder ein speziell auf Yoga und persönliche Entwicklung/Rückzug ausgerichtetes Retreat?

In erster Linie besteht der Unterschied zwischen einer Yogareise und einem Yogaretreat darin, dass hinter einer Yogareise eine Menge Menschen stecken, und der Yogalehrer ist einer dieser „Dienstleister“. Ein pures Retreat ist hingegen eher von einem Yogalehrer selbst organisiert – das bedeutet, dieser Lehrer entwickelt auch das Retreatprogramm spezifisch entsprechend seiner eigenen Zielgruppe, nicht für eine breite Masse.

Natürlich ist das nur ein kleiner Anhaltspunkt, ein Yogalehrer kann genauso gut selbst eine bunte Reise organisieren, oder ein Retreat-Anbieter mit viel Personal ein fixes Programm, das sich auf Yoga & Spiritualität konzentriert.

Noch ein paar Unterschiede:

Die Asana-Praxis

Eine Yogareise machen oft Menschen, die kaum oder wenig Erfahrung mit Yoga haben, ältere Menschen, die sich etwas bewegen möchten oder einen Anstoß zum Wiedereinstieg ins Yoga möchten. Das bedeutet, der Yogaunterricht ist flexibel. In der Beschreibung steht dann eher „sanftes Yoga“ oder „klassisches Yoga“ als ein bestimmter Stil, Infos zum Lehrer sind rar.

Bei einem Retreat für „Yogis“ unterrichtet ein Lehrer seinen ganz eigenen, spezifischen Stil bzw. bestimmte Yogastile und wirbt auch genau damit. Das bedeutet nicht, dass du ein bestimmtes „Level“ oder massig Erfahrung haben musst. Aber du solltest schon daran interessiert sein, deine Yogapraxis zu vertiefen, auf die eine oder andere Art. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:

photo of a man sitting under the tree
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Der spirituelle Aspekt

Auch dieser Aspekt wird bei einer Yogareise eher allgemein gehalten. Singen, tanzen, Meditation und Mantren singen steht auf dem Programm, gemacht wird, worauf Teilnehmer Lust haben. Oder auch nicht.

Bei einem Retreat mit Yoga-Fokus gibt es oft ein bestimmtes Thema, wie z. B. Frühlingserwachen, Freiheit, Loslassen, oder aber auch Yoga für Schwangere, Yoga für Kopfmenschen – ganz wie bei einer Forrest Yoga Klasse, bei der wir zu Beginn jeder Klasse einen „Intent“, also ein Thema für die Stunde bieten. Dieses Thema kann auf einem Retreat ganz anders ausgearbeitet werden, denn man hat mehrere Klassen und Stunden, die darauf aufbauen. Dadurch ist es ganz besonders geeignet, wenn es ein bestimmtes Thema in deinem Leben gibt, in das du tiefer eintauchen möchtest.

Nach eine solchen Retreat sind einige Dinge vielleicht klarer, manchmal hat ein Programm wie dieses durch den Fokus auf ein Thema wirklich die Macht, dein Leben nachhaltig zu verändern. Es geht also erheblich tiefer als nur ein bisschen entspannen.

Das Rahmenprogramm

Überhaupt: Das Wort „Retreat“ bedeutet soviel wie „Rückzug“. Für mich bedeutet das nicht nur einen Rückzug vom Alltag, sondern auch von einem vollem Terminplan.

Ganz- und halbtägige Exkursionen mit der Gruppe können ordentlich Spaß machen und das Yogaprogramm wundervoll ergänzen. Auch bei Retreats mit Yogafokus will nicht jeder die ganze Zeit allein auf seinem Zimmer hocken (dazu unten mehr).

Aber generell sollte bei einem Retreat Yoga und Introspektion im Fokus stehen, viel mehr, als am Reiseort neue Eindrücke zu sammeln. Ich persönlich schätze es, vor oder nach so einem Retreat mehr „Reise“ mit Sightseeing etc. zu machen und mich während der Retreatzeit nach innen zu fokussieren.balcony view.jpeg

Soziale Verbindung, Gruppengefühl

Hier ist ein großer Knackpunkt: Austausch in der Gruppe, besonders mit Menschen, die viel gemeinsam haben, ist richtig klasse und etwas, was bei Yogakursen im Studio sonst viel zu kurz kommt.

Aber manchmal möchte man genau das, was das Wort „Retreat“ bedeutet: Sich zurückziehen, um das Erlebte und die Yogapraxis nachwirken zu lassen. So schön es ist, wenn sich eine gute Dynamik in einer Reisegruppe entwickelt – manchmal hat man dadurch das Gefühl, einer Art Gruppenzwang zu unterliegen. Auch wenn das Motto ist „alles kann, nichts muss“, möchte man nicht immer etwas mit der Gruppe machen, sich nach den Mahlzeiten wieder zurückziehen und dabei nicht als sonderbar gesehen werden. Trotzdem ist es auch dann schön, den Kontakt zur Gruppe suchen zu können.

Was schätzt du an einem Yogaretreat besonders? Und an einer Yogareise? Wenn du dein eigenes Retreat entwickeln könntest, wie würde es aussehen?

Lust auf ein Retreat in wahrsten Sinne des Wortes? Komm mit mir 2020 nach Andalusien!

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10 Dinge, die dein Yogalehrer dich wissen lassen möchte

Boah, ein SEO-optimierter „10 Dinge“-Post. Das wird toll!

Ich unterrichte jetzt seit etwas über einem Jahr und dabei sind mir ein paar Dinge bei Teilnehmern aufgefallen. Yoga ist eben doch mehr als „ein bisschen dehnen“. Durch dieses spirituell angehauchte Kuddelmuddel entsteht oft ein seltsames Respektverhältnis zwischen Yogalehrern und Schülern.

Deswegen möchte ich dir folgendes sagen:20190217-_GKU7386

1. Du musst dich nicht für deinen Lifestyle entschuldigen

 Yogalehrer sind keine spirituellen Heiligen. Naja, ich jedenfalls nicht. Leute entschuldigen sich bei mir regelmäßig dafür, dass sie Fleisch essen, ihre Yogahose von H&M kommt, dass sie vor der Stunde unbedingt mal eine rauchen mussten oder sogar dafür, dass sie „die meiste Zeit des Tages sitzen“.

Weißt du was? Das ist vollkommen ok. Wir sind alle menschlich. Ich bin nicht hier, um über dich zu urteilen. Und überhaupt: Wenn du über diese Dinge überhaupt nachdenkst, bist du 98% yogischer eingestellt als der Rest der Weltbevölkerung.

2. Wie es mit deiner Pediküre steht, ist mir total egal

Manchmal wollen Leute nicht die Socken ausziehen, weil sie ihre Füße so hässlich finden. Herzlichen Glückwunsch, wir sind beim Yoga. Hier lernen wir unsere Körper besser kennen und auch, uns mit diesem anzufreunden. Ohne Socken hat man ein viel besseres Gefühl für seine Füße und auch besseren Halt auf der Matte (eine Forrest Yoga Standing Series mit Socken ist wirklich doof!)

Und die Füßchen werden schon warm, wenn es nicht gerade eine Yin- oder Restorative-Klasse ist (dann lass gern die Socken an).

3. Bitte trag Kleidung, in der dein Körper gut erkennbar ist

birdwingbali_2I know, I know. Ich liebe es selbst auch, schwarz zu tragen. Tatsächlich wird uns Forrest-Yogalehrern aber ans Herz gelegt, bunte und enganliegende Klamotten zu tragen. Weil es einfach geil aussieht 😀

… haha nein, der Grund ist eher: So kann man jede einzelne Bewegung, die Knochen und Muskeln besser sehen. Wenn du in einem weiten T-Shirt und Schlabberhose kommst, kann ich nicht sehen, was passiert, und dir auch viele Assists überhaupt nicht geben.

Davon abgesehen geht es auch mal kopfüber. Wenn du dann nicht oben ohne dastehen willst, lohnt sich ein engeres Oberteil.

4. Ich weiß auch nicht, was das Symptom zu bedeuten hat…

… denn ich bin kein Arzt! Wenn du Herzrasen hast, das über einen längeren Zeitraum nicht weg geht, dir nach dem Aufstehen immer schwindlig wird, dir irgendwo etwas richtig wehtut, dann geh zum Arzt.

Yogalehrer sind keine Ärzte, keine Heilpraktiker, ja nicht einmal Physiotherapeuten. Natürlich kann Yoga deine Gesundheit und Heilung unterstützen und kleine Wehwehchen ausgleichen. Ich sage dir gern, welche Pose sich da eignet. Aber einen Arztbesuch und fachliche Behandlung kann ich nicht ersetzen.

5. Mir macht dein Schweiß gar nichts aus.

Ich habe freiwillig Wochen mit Dutzenden von Menschen eng auf eng, Matte an Matte gepackt verbracht, bei über 30 Grad, und den ganzen Tag Yoga gemacht und die anderen auch noch dauernd Menschen berührt (das nennt man Yogalehrer-Ausbildung).

Und auch sonst alle anderen körperlichen… Ausdünstungen, die mal beim Yoga passieren. Ist mir wirklich pupsegal.

6. Bitte mich gern um Hilfe!

Ich freue mich sehr, wenn du dich nicht ganz in eine Pose traust und mir vertraust, dich dabei zu unterstützen. Genau deswegen bin ich doch Yogalehrer geworden.

7. Mach etwas anderes als Yoga, um deinen Körper zu bewegen

Das sage gerade ich… es ist schwer, besonders wenn man so richtig Blut geleckt hat. Aber immer, wenn wir nur eine Sache machen, verkümmern andere Bereiche oder es kommt sogar zu langfristigen Abnutzungserscheinungen. Auch wenn du das sicherste Yoga überhaupt machst und ein perfekter Alignment-Master bist; unser Körper kann und möchte so viel mehr. Geh mal schwimmen, wandern, oder einfach ne Runde im Park spazieren.

Als Yin-Lehrerin möchte ich hier ganz klar sagen: Yin Yoga ist eine Zusatzpraxis und sollte keine alleinige Yogapraxis ausmachen. Wenn du Yin liebst, weil du sehr flexibel bist, solltest du vor allem deine Kraft trainieren (und heimlich deine Yin-Stunden weitergenießen), damit deine Gelenke nicht irgendwann total durch sind. Wenn du dauerhaft nur die Energie für Yin Yoga hast, aber keine bekannte Erkrankung, lass dich bitte mal vom Arzt durchchecken. Das könnte im Bestfall ein Burnout sein, oder aber auch an einer anderen Erkrankung oder Stoffwechselstörung liegen.

8. Ich beurteile deine Leistung nicht

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Mein Job ist nicht, dir in den Rücken zu fallen… es sei denn, du bittest mich darum 😉

Ob du flexibel bist oder nicht, stark oder schwach, alt oder jung, dick oder dünn. Das spielt wirklich überhaupt keine Rolle. Auch nicht in einer Asana-intensiven Yogapraxis wie beim Forrest. Was zählt, ist der Wille, mitzumachen, ehrlich mit sich selbst zu sein und auch mal über den eigenen (selbst gesteckten) Tellerrand zu schauen.

Wenn du mal in meinem Kurs warst, weißt du, ich hab einen sehr schwarzen Humor. Ich lache aber ganz sicher nicht ÜBER dich, sondern über eine Situation… oder über mich selbst. Ich rede nämlich oft eine ganze Menge Mist, während du voll auf dich konzentrierst bist und gar nicht zuhörst 😉

9. Es ist ok, wenn du einen anderen Yogastil lieber magst. Ich unterrichte, was ich möchte, nach den Vorgaben des jeweiligen Stils.

Fragen und Feedback sind eigentlich bei jedem Yogalehrer herzlich willkommen! Manchmal gibt es aber paradoxes Feedback. Beim Forrest Yoga zum Beispiel wird mir gesagt, ich solle keine Bauchübungen machen, die Bewegungsabläufe fließender gestalten oder Posen auf Deutsch ansagen. Bauchübungen und das lange Halten der Posen sind aber nun einmal grundlegende Bestandteile dieser Yogapraxis, wie auch das „Ansagen“ der Posen auf Englisch (für etwa 80 % der Forrest Posen gibt es gar keinen deutschen Namen). Wenn ich das nicht machen würde, dürfte ich meinen Kurs nicht Forrest Yoga nennen.

Jeder hat seine Lieblingsstile; finde gern deinen. Aber ein Yogalehrer kann einen „fertigen“ Yogastil nicht einfach ändern. Das wäre, als ob Mercedes ab morgen nur noch Bobby Cars bauen würde. Oder du zum Urologen gehst und ihn bittest, dein Baby zu entbinden. In die Pizzeria, um dir Sushi zu bestellen. Du weißt, was ich meine 😉

10. Fortschritt braucht Zeit. Und mehr als eine Stunde Yogapraxis die Woche.

Manchmal fragen mich Leute, wie „oft die Woche“ Yoga ideal sei und wie oft ich praktiziere.

(Reality Check: Viele Lehrer haben neben dem Unterrichten kaum Zeit für ihre eigene Praxis. Wenn es irgendwie geht, gehe ich 2-3 Mal die Woche mindestens eine Stunde auf die Matte, 2-3 Mal die Woche so etwa eine halbe Stunde. Einen Tag die Woche versuche ich, Asana-frei zu halten. Da sind nicht die Klassen enthalten, die ich für Kurse vorbereite und übe.)

Ein Yogakurs die Woche ist super und realistisch gesehen ist das alles, wozu die meisten arbeitenden Menschen Zeit haben. Aber davon darfst du keine Wunder erwarten. 60 bis 90 Minuten die Woche helfen dir langfristig, deine Haltung zu verbessern, ausgeglichener zu sein, deine Gelenke und Muskeln in Stand zu halten. Viel mehr nicht.

Wenn du dir wirkliche Fortschritte in deiner Yogapraxis wünschst und vielleicht mal ein paar fancy Asana können willst, musst du mehr ran. Dazu müssen Atem, Kopf, Technik, Muskeln und Gelenke mitspielen. Du musst nicht unbedingt jeden Tag eine Stunde praktizieren, aber ein paar Sonnengrüße jeden zweiten Tag wären schon ein Anfang. Beim Yoga macht eine regelmäßige, kurze Praxis viel aus!

Gibt es sonst noch Fragen, die du einem Yogalehrer schon immer stellen wolltest? Leg los, wir haben kein Berufsgeheimnis 😉

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Yogalehrer-Vertretung: “Das machen wir aber sonst anders”

Über Gewöhnung und warum es sich lohnt, die Stunden verschiedener Yogalehrer zu besuchen

20190217-_GKU7329Freitagnachmittag, 16:30. Nach Wochen habe ich mir einen Nachmittag freigeschaufelt, um ihn endlich wieder zu sehen: Meinen Lieblingsyogalehrer, der so einzigartig unterrichtet wie sonst keiner, obwohl es viele gibt, die genau die gleiche Ausbildung genossen haben wie er, den gleichen Stil unterrichtet. Aber irgendwas an der Art und Weise, wie er spricht, wie er Stunden gestaltet und mir gruseligerweise ganz oft direkt in die Seele schauen kann, macht ihn besonders. Sogar in dieses doofe Fitnessstudio bekommt er mich, denn dies ist die einzige Stunde dieser Art in der Woche in der ganzen Stadt. Er ist kein berühmter Guru, der in der ganzen Welt umherturnt und Wunder bewirkt. Er ist nicht einmal in dieser Stadt besonders bekannt. Aber nach jeder Stunde bei ihm fühle ich mich so frei, so stark, so neu!

Als ich in Flip-Flops die Treppe zum Studio hochwatschele und durch die Glastür in den Raum schaue, in welchem die Props für die Stunde vorbereitet werden, stoppt mein Herz einen kleinen Moment: Da steht eine Andere. Eine, die ich noch nie gesehen habe. EINE VERTRETUNG. Ich überlege kurz, ob ich nicht umkehre und mich stattdessen in die Sauna setze. Aber ich bleibe. Einige andere, die den Kurs regelmäßig besuchen, drehen tatsächlich um, als sie bemerken, heute ist ER nicht da… oder noch schlimmer, sie sprechen kurz leicht verächtlich mit der Vertretung: “Nichts für ungut, aber ich bin extra wegen ihm hier…”

Auch als Yogalehrerin bin ich natürlich Yogaschülerin und kenne dieses Gefühl. Es spricht überhaupt nichts dagegen, einen Lieblingslehrer zu haben, dessen oder deren Stunden du bevorzugst. Aber trotzdem lohnt es sich, nicht immer die Stunden des gleichen Lehrers oder sogar den gleichen Stil auszuprobieren. Aus mehreren Gründen:

Abwechslung für den Körper

Wenn wir immer nur die Yogastunden eines Lehrers besuchen, gewöhnt unser Körper sich an die gleichen Bewegungsabläufe oder ähnliche Prinzipien…. und das sind häufig die Abläufe und Prinzipien, die für diesen Lehrer selbst gut funktionieren oder von denen er glaubt, dass sie für die Teilnehmer gut sind.

Genau, wie wenn man ständig nur 5 Kilometer joggt oder immer die gleichen Gewichte stemmt, kommt man in der Yogapraxis irgendwann auf ein Plateau, wenn man immer auf die gleiche Weise praktiziert. Das ist ganz besonders bei offenen, gemischten Yogaklassen so, bei denen das Unterrichtsniveau vor allem an Anfänger ausgerichtet ist. Ein neuer Lehrer bietet dir die Möglichkeit, deinen Körper auf andere Weise zu fordern, ohne gleich einen einarmigen Handstand machen zu müssen.

Und wenn die Ansagen des anderen Lehrers dir überhaupt nicht passen? Herzlichen Glückwunsch, auch dann hast du etwas ganz Wertvolles über dich und deinen Körper gelernt, was in einer Stunde mit dem “reibungslosen” Kursleiter nicht passiert wäre.

Abwechslung für den Kopf

Ob es uns passt oder nicht, wir sind Routinemenschen. Doch wie der Körper bleibt auch unser Geist nur dann beweglich, wenn wir ihm regelmäßig verschiedene Stimuli bieten.

Unser Gehirn fährt die meiste Zeit den gleichen, gewohnten Film ab. Lass dich einfach mal darauf ein, etwas ganz anderes zu machen. Oft assoziieren wir automatisch nur das Gewohnte positiv und schrecken vor allem Ungewohnten instinktiv zurück. Was dabei auch passiert: Große Teile unseres Gehirns pennen einfach und werden immer weniger gefordert.

Es muss dir ja noch nicht einmal gefallen! Wir leben ohnehin schon in so einer gefilterten Blase des Zielgruppenmarketings und unserer sozial-kulturellen Kreise. Was, wenn du einfach mal beobachtest, was es mit dir macht, wenn du etwas ganz anders machen sollst oder “dein” Lehrer dir nicht zur Seite steht. Ist diese eine Person wirklich so wichtig für DEINE Yogapraxis?

Du musst ja dazu in einer einzelnen Yogastunde gar nicht deine Seele verkaufen und dich gegen die Grundwerte deiner Existenz stellen, sondern kannst es ganz easy als Experiment sehen.

Erweitere deinen (Yoga-)Horizont

Schlussendlich ist auch jede Vertretungsstunde eine tolle Chance, mehr über die große Welt des Yogas zu lernen. Zugegeben, ich habe schon erlebt, dass jemand für eine Power Yoga Stunde einen Tai Chi Lehrer als Vertretung schickt oder es statt Iyengar eine Kundalini-Stunde gibt… aber das zeugt dann eher davon, dass der eigentliche Lehrer sich nicht viel darum kümmert, wer in seiner Abwesenheit nach seinen Teilnehmern schaut und sagt mehr über den denjenigen als seine Vertretung aus. Aber dennoch: Wäre das nicht passiert, hätte ich diese anderen Stile garantiert nie ausprobiert, weil ich wusste, da bin ich nicht der Typ für. Jetzt kann ich wenigstens objektiv mitreden und deutlich sagen, warum so mancher Stil nichts für mich ist.

Wenn dir etwas absolut nicht gut tut, dann lass es sein, aber störe weder den Lehrer noch die anderen Schüler. Wenn dich eine Sache in einer Stunde sehr verwirrt, sprich mit dem Lehrer nach der Stunde darüber – unterrichten ist eine große Herzenssache für uns alle und fast jeder wird sich freuen, wenn du Fragen stellst!

(Ausnahmen sind Assists, die dir wehtun! Da solltest du ganz vehement und sofort dem Lehrer Feedback geben!)

Und schließlich: Mach dich frei von Vorurteilen und benimm dich höflich gegenüber dem Vertretungslehrer. Ich habe schon krasse Dinge erlebt, als Lehrerin und Schülerin in Vertretungsstunden: Menschen, die der Vertretung in der laufenden Stunde böse Worte an den Kopf werden. Die ganze Teile der Stunde verweigern, auf ihrer Matte sitzenbleiben und die Vertretung anstarren. Die Vertretung ist meist sowieso schon nervös genug, sei wenigstens ein bisschen kooperativ.

Jetzt aber Hand aufs Herz: Was sind die seltsamsten oder lustigsten Dinge, die du in einer Vertretungsstunde erlebt hast? Als Teilnehmer oder Schüler?